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Kategorie: Wissen

Liste mit Nahrungsergänzungen, Medikamenten und Therapieansätzen

In nachstehender Tabelle sind Nahrungs(ergänzungs)mittel, körperliche Aktivitäten und Arzneien (die derzeit nicht für die Parkinson-Erkrankung vorgesehen sind) aufgelistet, zu denen in verschiedenen Quellen berichtet wurde, dass diese möglicherweise eine positive Beeinflussung der Erkrankung bewirken.

Vielfach fehlen jedoch seriöse Studien, die die tatsächliche Wirksamkeit bestätigen. Zudem ergab sich die Wirksamkeit oftmals nur unter Laborbedingungen (z.B. an Zellkulturen oder bei Tieren).

Es ist jeweils mindestens eine Quelle (= Internet-Link) angegeben mit näheren Details (siehe Spalte “Berichte über die Wirksamkeit”).

Wirkstoff / Aktivität Bezugsquelle Berichte über die Wirksamkeit
Nahrungsergänzung
Vitamin B smile.amazon.de/dp/B00Z70OUQS www.herzberatung.de/herzerkran…
Prä-/Probiotikum smile.amazon.de/dp/B004X0HSHQ www.ndr.de/ratgeber/gesundheit…
Ubiquinol (optimale Wirksamkeit durch Zugabe von Öl, kein Q10) iherb.co/3RakDxFr www.gesundheitliche-freiheit.d…
de.wikipedia.org/wiki/Ubichino…
Kokosbutter smile.amazon.de/dp/B005PFVIQA www.homeopathy.at/kokosoel-bei…

tredition.de/autoren/richard-r…

Zimt www.aponet.de/aktuelles/forsch…
D-Laktat (Joghurt mit linksdrehender Milchsäure, z.B. bulgarischer Joghurt) www.heilpraxisnet.de/naturheil…

www.sz-online.de/nachrichten/w…

Glykolat (z.B. in unreifem Obst sowie in Pflaumen und Weintrauben) www.heilpraxisnet.de/naturheil…
Weizenkeime smile.amazon.de/dp/B01DLOWK04 www.aerztezeitung.de/medizin/k…
Koffein/Kaffee www.aerzteblatt.de/nachrichten…

www.apotheke-adhoc.de/nachrich…

Vitamin D www.faz.net/aktuell/wissen/med…
L-Theanin smile.amazon.de/dp/B001OXTGVG www.powerofpositivity.com/incr…
N-Acetyl L-Tyrosin smile.amazon.de/dp/B0013OSJC8 www.powerofpositivity.com/incr…
Curcurmin (optimale Wirksamkeit durch Zugabe von Peperin) smile.amazon.de/dp/B00O1SE3JG www.powerofpositivity.com/incr…
Ginko smile.amazon.de/dp/B00RD3TWWE www.powerofpositivity.com/incr…
Nikotin (in Paprika, Tomaten, Kartoffeln enthalten) www.welt.de/gesundheit/article…

deutsch.medscape.com/artikel/4…

Goji-Beeren www.lokalkompass.de/duisburg/r…
Flavonoide/Anthocyane (z.B. in Äpfel, Orangen, Grapefruit, Tee, rote Beeren) www.aerztezeitung.de/medizin/k…

www.navigator-medizin.de/morbu…

Rosenwurz (Rhodiola rosea) gesundpedia.de/Rosenwurz
Bockshornklee www.carstens-stiftung.de/artik…

www.forschung-und-wissen.de/na…

Polyphenol „EGCG“ (enthalten in grünem Tee) www.parkinsonfonds.de/neuigkei…
Polyphenol „Xanthohumol“ (enthalten in Hopfen, Bier) www.paradisi.de/Health_und_Ern…
Stearinsäure www.vbio.de/informationen/alle…
CBD-Öl (kein THC!) gewonnen aus Marihuana (Cannabis) www.amazon.de/dp/B072Y83M6G www.facebook.com/uniladmag/vid…

www.mopo.de/news/panorama/erst…

Propionsalz (Natriumpropionat) www.zurrose.de/propicum-kapsel… www.swr.de/swr2/wissen/darmges…
Arznei-Mittel, die bisher nicht für Parkinson eingesetzt wurden
Asthmamittel „Salbutamol“ www.heilpraxisnet.de/naturheil…
Antidiabetikum deutsch.medscape.com/artikelan…

www.aerzteblatt.de/nachrichten…

Botox-Injektionen www.focus.de/gesundheit/ratgeb…
Derivat eines MS-Medikaments (Monomethylfumarat) www.aerzteblatt.de/nachrichten…
Leukämie-Medikament Nilotinib „Tasigna“ www.heise.de/tr/artikel/Pille-…

www.pharmazeutische-zeitung.de…

Hustenlöser Ambroxol „Mucosolvan“ www.parkinson-web.de/content/n…
Medikament gegen Leberleiden (Ursodeoxycholsäure) www.focus.de/gesundheit/videos…
Blutdrucksenkendes Medikament Isradipin www.michaeljfox.org/foundation…
Ecstasy wissenschaft.de
Körperliche Aktivitäten
Bogenschiessen www.youtube.com/watch?v=4N0pa_…
Gehen/Marschieren mit Musik www.youtube.com/watch?v=4N0pa_…

www.foxnews.com/health/2017/01…

LSVT BIG (Bewegungen mit großen Ausmaß) www.youtube.com/watch?v=4N0pa_…
LSVT LOUD youtube.com
Tai Chi (oder Taiji) www.spiegel.de/gesundheit/diag…

taiji-forum.de/taijiquan-qi-go…

Boxen mobile2.langenthalertagblatt.c…

www.mann.tv/sport/video-des-ta…

ausreichend Schlafen www.stuttgarter-zeitung.de/inh…
Schlafen in Seitenlage www.merkur.de/leben/gesundheit…
Krafttraining www.wissenschaft-aktuell.de/ar…
Fahrrad www.netdoktor.de/magazin/morbu…
Wii www.20min.ch/wissen/gesundheit…

www.sana.de/unternehmen/40-jah…

Buch: Stürme im Gehirn – Dem Rätsel Parkinson auf der Spur

Jon Palfreman

Stürme im Gehirn

Dem Rätsel Parkinson auf der Spur

Übersetzt aus dem Amerikanischen von Carl Freytag

320 Seiten, 978-3-407-86402-4, Euro 22,95

Erscheint am 8.2.2016

 

 Stürme im Gehirn

Dem Rätsel Parkinson auf der Spur

Jon Palfreman ist ein mehrfach ausgezeichneter Medizinjournalist. Er hat Parkinson. In seinem Buch »Stürme im Gehirn« berichtet er detailreich und gut informiert über die Geschichte dieser Krankheit, über Leid und Hoffen der Patienten, wissenschaftliche Siege und Niederlagen, ungewöhnliche Therapieformen und ehrgeizige Forscher. Am Ende steht die zentrale Frage: »Ist Parkinson bald heilbar?«

Zweihundert Jahre, nachdem James Parkinson die nach ihm benannte Krankheit beschrieben hat, nimmt die Zahl der Parkinson-Erkrankungen in den alternden westlichen Gesellschaften rapide zu. Fieberhaft suchen Wissenschaftler nach Methoden, wie die Krankheit zu heilen ist.

Jon Palfreman setzt in diesem Buch all die Spuren, Theorien und Erkenntnisse, aber auch Niederlagen und Rückschläge der Wissenschaft zu einer großen Geschichte über Parkinson zusammen. Palfreman, der selbst an Parkinson leidet, beschreibt, wie die Krankheit durch im Gehirn abgelagerte Proteine entsteht, und verfolgt, ob sie genetisch bedingt ist oder durch Umwelteinflüsse verursacht wird. Er stellt ungewöhnliche Therapieformen vor, um Körper und Geist beweglich zu halten, und erzählt, wie er und andere Parkinson-Patienten mit der Krankheit leben. Dabei beleuchtet er auch Kurioses wie die Frage, warum Landwirte ein statistisch höheres Risiko haben, an Parkinson zu erkranken, als Menschen, die viel Kaffee trinken und rauchen.

Am Ende berichtet er Hoffnungsvolles: die Entwicklung eines

Steger, Krause © Max Planck Institute of Biochemistry

Ein wichtiger Teil im Krankheitsrätsel Parkinson gelöst

Mögliche Zielstruktur für ein Medikament gegen die Parkinson-Krankheit entdeckt – die LRRK2 Kinase

Mutationen im LRRK2-Gen stehen mit der Parkinsonkrankheit in Verbindung. Die Proteinmessungen mittels Massenspektromeitrie helfen bei der Analyse von Fehlfunktionen.

Ein internationales öffentlich-privates Forschungskonsortium entdeckte und validierte die zelluläre Funktion der LRRK2-Kinase, die bislang nur als Zielstruktur für ein Medikament gegen die Parkinson-Krankheit bekannt war. Parkinson ist die zweithäufigste neurodegenerative Erkrankung nach Alzheimer. Die Studie zeigt einen neuen Weg zur Entwicklung therapeutischer Intervention und basiert auf der Messung vieler Proteine mittels Massenspektrometrie (Proteomics).

Das Team aus Forschern des Max-Planck-Institutes für Biochemie, der Universität Dundee, der Michael J. Fox Stiftung für Parkinson-Forschung (MJFF), GlaxoSmithKline (GSK) und MSD, in den Vereinigten Staaten und Kanada bekannt als Merck & Co., Inc., kombinierten einzigartige wissenschaftliche Methoden und Know-how und fanden heraus, dass die LRRK2-Kinase durch die Hemmung der Rab-Proteine (3, 8, 10 und 12) zelluläre Transportprozesse reguliert.

Mutationen im LRRK2-Gen ist der häufigste bekannte genetische Faktor, der zur Parkinson-Krankheit beiträgt. Pharmaunternehmen entwickeln LRRK2-Kinase-Hemmstoffe, um die Auswirkungen dieser Mutationen zu korrigieren und um die Parkinson-Krankheit zu behandeln. Die Erkenntnis, dass mutiertes LRRK2 mit einer Inaktivierung der Rab Funktion in Verbindung steht, ist bahnbrechend. Sie verbindet LRKK2 direkt mit Rab-Proteinen, zu deren Rolle in Transportwegen in der Zelle schon seit mehr als 20 Jahren ein großer Fundus an Erkenntnissen angehäuft wurde. Dieses Wissen kann nun dazu dienen das Verständnis der LRRK2 Störungen beim Parkinson-Krankheitsprozess zu verbessern.

„Viele zelluläre Komponenten spielen für den Verlauf von Hirnerkrankungen, wie bei Parkinson, eine Rolle“, sagte Prof. Matthias Mann, Direktor der Abteilung für Proteomics und Signaltransduktion am Max-Planck-Institut für Biochemie. „Die Identifizierung der Rab-Proteine als LRRK2 Substrate ist ein wichtiger Teil im Krankheitsrätsel ‚Parkinson‘ und bietet einen weiteren möglichen Ansatz zur Intervention in den Krankheitsprozess.“

Marco Baptista, PhD, von der MJFF, sagte: „Die Identifizierung der Rab-Proteine als LRRK2 Substrat ermöglicht es nun die Auswirkungen neu entwickelter Hemmstoffe nicht nur auf die Menge zellulärer LRRK2, sondern auch auf dessen Funktionen zu messen. Dieser entscheidende Baustein wird die Entwicklung von Therapien verbessern, deren Ziel es ist, die Erkrankung an Parkinson zu verhindern oder zumindest zu verlangsamen – das größte Bedürfnis der Patienten.“

Das von MJFF geführte Konsortium nutzte für diese Entdeckung eine Kombination von Hilfsmitteln, darunter ein Knock-in-Maus-Modell mit der am häufigsten vorkommenden LRRK2 Mutation die mit Parkinson in Verbindung steht (generiert von GSK), einem weiteren LRRK2 Maus-Modell (generiert von MJFF), LRRK2 Kinase-Hemmstoffe von GSK und Merck, und modernste Massenspektrometrie-Methoden. Nur dank dieser Werkzeuge und der engen Zusammenarbeit der Partner war dieser Erfolg möglich.

„Dieses Kollaborationsmodell und unser Ansatz, die modernen Technologien der verschiedenen Labore systematisch zur Bestätigung der Daten auf mehreren Ebenen zu verwenden, ist einzigartig. Dies bildet eine solide Grundlage um von hier aus die Untersuchung fortzusetzen und unser Verständnis der LRRK2 Rab Beziehung weiter zu verfeinern“, sagte Dario Alessi, PhD, von der Universität Dundee.

Mit zusätzlichen MJFF Fördermitteln erforscht die Forschungsgruppe nun welche Rab-Proteine von LRRK2 modifiziert werden um zu verstehen, wie das Ungleichgewicht im zellulären Transport zum Sterben von Neuronen führt, was bei Parkinson beobachtet wird.